this post was submitted on 22 Mar 2026
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[–] dynamoMaus@feddit.org 14 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

Du bist so kurz davor die matriarchale Weltverschwörung aufzudecken /s

Laber doch keinen Scheiß von Männerhasskampagnen. Die gibt es nicht systematisch (bestimmt hat das irgendwer irgendwann mal gemacht). Frauenhass wird durch Algorithmen verstärkt und von den Techbros befördert - Frauenhass findet also systemisch statt.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 7 points 2 days ago (5 children)

Mein Mastodon war in diesem Fall leider so schrecklich, dass ich diversen Frauen entfolgt bin. Eigentlich kluge Frauen, deren Beiträge ich gerne gelesen habe. Die dann aber halt pauschal alle Männer als brutale Sexualstraftäter geflamt haben mit der gleichen Argumentationsweise wie Nazis immer von "ein afghanischer Asylbewerber hat eine Gewalttat begangen" zu "alle Afghanen sind schreckliche Monster und wir sollten sie alle abschieben oder umbringen" kommen. Da wurden mir wirklich extrem hetzerische Beiträge in die Timeline gespült.

Das gibt es. Du solltest es nicht leugnen, weil das ein Spaltpilz ist, der halt massiv wirkt. Da vertreibt der Feminismus nämlich gerade fürchte ich alle mit ihm sympathisierenden Männer.

Du kriegst hier ja ziemlich viel Gegenwind, deshalb wollte ich nur kurz hier lassen, dass ich das genau so empfinde. Und ich bin nicht mal ein Mann lol. Vor allem auf Mastodon (dem "guten" social media) sind da erschreckend viele voll von selbstgerechtem Hass.

[–] dynamoMaus@feddit.org 8 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

Wie gesagt:

Die gibt es nicht systematisch (bestimmt hat das irgendwer irgendwann mal gemacht).

Des weiteren, sagst du:

Da vertreibt der Feminismus nämlich gerade fürchte ich alle mit ihm sympathisierenden Männer.

Lass dir doch nicht erzählen das sei "der Feminismus". Was soll der Rückschluss sein "dem Feminismus" den Rücken zu kehren? Lass es mich plakativ runterbrechen: Weil eine Frau im Internet schreibt sie hasst alle Männer, fang ich auch nicht an meine Frau zu schlagen.

Den Nazivergleich halte ich nicht für geeignet da es sich eben nicht um die systemisch diskriminierende Gruppe sind um die systemisch diskriminierte Gruppe handelt. Der Vergleich wäre besser mit Sklaven die sagen dass sie weiße Menschen hassen - aber auch Vergleich den finde ich ähnlich unangebracht.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 4 points 2 days ago (2 children)

Lass dir doch nicht erzählen das sei “der Feminismus”. Was soll der Rückschluss sein “dem Feminismus” den Rücken zu kehren? Lass es mich plakativ runterbrechen: Weil eine Frau im Internet schreibt sie hasst alle Männer, fang ich auch nicht an meine Frau zu schlagen.

Ich kann dir einfach nur mal meine Erfahrungen nennen: Ich bin einfach vor einer Weile ganz bewusst diversen Frauen auf Mastodon gefolgt, die als feministisch empfohlen wurden. Und ich hab auch in diverse Foren hier und auf Reddit geschaut. Und das, was ich da zu lesen bekomme, war halt absolut abschreckend: Da schreiben wirklich Frauen, dass sie Männer hassen. Dass Männer alle vergewaltigende Triebtäter sind. Posts von Männern werden pauschal abgekanzelt. Vielleicht bin ich da in eine sehr wilde Crowd gekommen, aber diese Tendenzen sehe ich halt auch in anderen Bereichen im Internet.

Und das bedeutet halt nicht, dass ich jetzt meine Frau schlage. Aber alleine schon der stetige Vorwurf, dass ich das tun könnte, macht mir wenig Lust, weiter mit entsprechenden Personen zu interagieren. Das meinte ich mit "der Feminismus vertreibt die sympathisierenden Männer"

[–] Teppichbrand@feddit.org 2 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (2 children)

Hey Jens,
da möchte ich dir unbedingt widersprechen. Ich finde diesen Satz sehr treffend:

Männer fühlen sich angegriffen, während Frauen täglich angegriffen werden

Und genau das passiert gerade bei dir: Du fühlst dich angegriffen. Dabei geht es erstmal darum die Situation zu erkennen und zu benennen. Männer sind für Frauen mit Abstand die allergrößte Gefahr. Im eigenen zuhause, systemisch geschützt. Sie bekommen über Pornos, Deutsch-Räp und ihren Chef ständig Frauenhass und patriarchale Abwertung ins Leben gerotzt. Da kann ich den Zorn und die Verzweiflung absolut nachvollziehen. Dein Vergleich mit dem Afghanen hinkt hart, weil "die Ausländer" halt einfach pauschal kein Problem sind, "die Männer" und ihre Machtstrukturen aber schon.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 1 points 1 day ago

Ich antworte mal gleichzeitig auf deine beiden Beiträge und muss dir leider etwas widersprechen. Wenn du zum Beispiel mal in die polizeiliche Kriminalstatistik guckst, dann wirst du feststellen, dass Partnerschaftsgewalt auch von Frauen ausgehen kann. Genauer gesagt sind bei 20% der bekannt gewordenen Fälle Männer die Opfer und 1/4 der Täter sind Täterinnen. Die Dunkelziffer in diesen Fällen wird übrigens enorm sein, gerade da sich weibliche Partnerschaftsgewalt anders und weniger in Form von direkten Körperverletzungen zeigt und mehr über psychische Gewalt. Schaust du in andere Statistiken, wirst du feststellen, dass z.B. 2/3 der Opfer von Gewalttaten männlich sind oder dass auch Männer bei den Gewaltdelikten im öffentlichen Raum viel häufiger Opfer sind.

So wie du argumentierst und wie es dann leider auch in den entsprechenden Bubbles üblich ist, Ist es dann einfach viel zu unterkomplex und damit falsch. Du etwa hast zum Beispiel einfach mal 20% der Opfern von Partnerschaftsgewalt völlig ins Gesicht gespuckt. Du behauptest, dass alle Männer sich Deutschrap und Gewaltpornos reinziehen. Unten attackierst du einfach mal extrem pauschal alle "Männer-Egos" als fragil. Von allen 42 Millionen Männern des Landes. Und das zieht sich dann einmal durch alle Argumentationsmuster: Eben noch drüben bei Mastodon einen Post gesehen, dass Männer ja angeblich alle nachts ohne Angst durch die Straßen gehen und nie einen Schlüssel in der Faust als Selbstverteidigung gehalten hätten.

Und jetzt kommt der springende Punkt, und ich bitte dich, den wirklich in Ruhe und ohne Wut durchzulesen: Solche Aussagen widersprechen eben den Lebenserfahrungen, die du als Mann gemacht hast. Du kriegst natürlich mit, wenn im Freundeskreis Scheiße in Partnerschaften passiert, und es ist dann halt auch häufig eben weiblich. Weil dein Kumpel halt dann auf deiner Couch pennt oder sich doch hart ausheult. Du kriegst halt auch mit, wenn Freunde und Bekannte Gewalt auf der Straße erfahren haben. Und du kennst natürlich auch entsprechende Unsicherheitssituationen da draußen. Die Chancen sind auch nicht klein, dass dir selber schon mal Gewalt angetan wurde. Die Person, die im Freundeskreis Opfer von Fakeprofilen wurde, war ein Mann und die Ex-Freundin steckte wohl dahinter. Wurde nie gerichtlich/polizeilich nachgewiesen, aber der Zusammenhang zur Trennung war glasklar. Und wenn du dann entsprechende feministische Posts liest, die einfach so pauschal Männer attackieren, dann holt das dich schlicht und einfach nicht ab. Nicht wegen eines fragilen Egos, sondern einfach, weil es halt falsch ist. Partnerschaftsgewalt ist kein männliches Problem. Partnerschaftsgewalt ist nicht angeborene Eigenschaft von Menschen, die Penisse besitzen, sondern ein viel, viel komplexeres Thema, das auch von Frauen ausgeht. Und um wirklich etwas gegen die Ursachen zu machen, reicht es halt nicht ins Internet zu schreiben, dass Männer alle Gewaltpornos und Deutschrap gucken und daher alle Monster sind.

[–] FooBarrington@lemmy.world 1 points 1 day ago (1 children)

Wo genau möchtest du ihm widersprechen? Dass diese Art von pauschalisierenden Diskussionen existiert? Oder dabei, dass sich solche Vorwürfe auf "Ally"-Männer negativ auswirken können? Mehr Meinungen habe ich in seinem Kommentar nicht gefunden.

Oder widersprichst du dabei, dass diese pauschalen Vorwürfe problematisch sind?

[–] Teppichbrand@feddit.org 0 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Wenn Männer-Egos es nicht aushalten, auch mal eine Ansage zu schlucken, die sie gar nicht direkt gemeint hat, dann sind die vielleicht gar nicht so verbündet wie sie sich gerne geben. Dann sollten sie nicht jammern und die Unterstützung verweigern, sondern einfach schweigen und aus dem Weg gehen.

[–] FooBarrington@lemmy.world 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Nein, danke. Ich unterstütze Feminismus aus demselben Grund, aus dem ich gegen Sexismus und Rassismus bin: jeder Mensch verdient ein gutes Leben & faire Behandlung. Du hast vollkommen Recht damit, dass wir in vielen Dimensionen von diesem Ziel noch weit entfernt sind, und dass Frauen gerade bezüglich Gewalt und Missbrauch überproportional leiden. Hier muss politisch noch viel passieren, und ich setze meine Stimme wann immer möglich dafür ein.

Aber das ist kein Freifahrtschein für offene Misandrie! Dabei ist es vollkommen egal, ob die Person vielleicht wirklich nur eine Untergruppe von Männern treffen möchte - wenn sie ihre Aussagen so formuliert, dass "Männer" (ohne Spezifizierung) oder "alle Männer" (explizit) angesprochen werden, dann ist diese Aussage nicht besser als eine vergleichbare misogynistische oder rassistische Aussage.

Ich halte Sexismus nie für akzeptabel, egal ob die Aussage von einer Person mit oder ohne Penis kommt.

[–] Teppichbrand@feddit.org 0 points 1 day ago (1 children)

Jetzt reden wir halt schon wieder über dich, deine Meinung und möglichen Sexismus gegen Männer. Dabei geht es in der Debatte ja genau darum, dass wir endlich mal still sind und Frauen auch wütend sein lassen.
Wenn wir irgendwann ein ganzes Musikgenre haben, das über Männerhass rappt und von mehr als der Hälfte aller Schülerinnen zwischen 12 und 25 gehört wird, wenn eine Frau jeden zweiten Tag ihren Mann tötet, sie zu 95% an Konzernspitze und zu 75% in der Regierung sitzen, sich an unseren Kindern vergehen und mit ihren Sportwagen durch die 30 Zone brettern, dann können wir diese Diskussion ja nochmal starten.

[–] FooBarrington@lemmy.world 1 points 1 day ago

Komisch, oder? Da erklärst du jemandem wieso man Sexismus gegen eine Gruppe von Menschen still und passiv zu akzeptieren hat, und die Person argumentiert einfach frech dagegen auf moralischer Basis! Was fällt mir nur ein?!

Es ist erschreckend zu sehen dass es wirklich Leute gibt, die bei "Sexismus gegen Frauen" das Problem nicht beim Sexismus sehen, sondern ausschließlich beim gegen Frauen. Traurigerweise ist deine Position aber nicht nur moralisch verwerflich - auch rein pragmatisch gesehen schadet das Vergraulen von Verbündeten allen Frauen, egal ob sie deiner Meinung nach "vielleicht gar nicht so verbündet [sind,] wie sie sich gerne geben". Aber ich bekomme nicht dass Gefühl, dass du solche Faktoren für relevant hältst.

[–] dynamoMaus@feddit.org 3 points 2 days ago* (last edited 2 days ago)

Das meinte ich mit "der Feminismus vertreibt die sympathisierenden Männer"

Ok verstanden. Aber dann ist doch der Grundpunkt: diese Frauen erreichen dich nicht. Du versuchst weiter für Geschlechtergerechtigkeit zu kämpfen - auf deine weise - und sie eben auf ihre.

Mich z.B. erreicht das total. Ich kann den Hass, den Frust, die Angst und Sorge durch die Perspektiven sehr gut nachvollziehen und nehme das eher als eine Feststellung einer statistischen Anhäufung wahr als einen Hass auf mich als einzelnen Mann.

[–] GameOverFlow@lemmy.zip 8 points 2 days ago

Ja das ist auch nicht gut, aber doch garnich das Thema.

[–] ComfortableRaspberry@feddit.org 6 points 2 days ago (1 children)

Das macht die aktuelle Situation immer noch nicht zu einer Kampagne für Männerhass. Es ist und bleibt eine Straftat, die von einem Mann verübt wurde. Fertig.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 3 points 2 days ago (1 children)

Kann nicht beides der Fall sein? Du hast hier eine Straftat und in der Reaktion wird dann gegen breite Bevölkerungsgruppen gehetzt, die zufällig eine gleiche Eigenschaft mit dem Täter besitzen. Ist immer der gleiche beschissene Mechanismus. Dann sollen sich ganz normale Muslime aus Wuppertal plötzlich von den Hamas-Verbrechen distanzieren, die Synagogen in Deutschland brauchen Polizeischutz, weil Leute nicht zwischen Israel und Judentum unterscheiden können und wenn ein psychisch Kranker Afghane in Aschaffenburg eine Gewalttat begeht, wird gegen alle Afghanen, Muslime oder Asylbewerber gehetzt. Der Mechanismus ist wirklich immer der gleiche: Es gibt eine Straftat und dann wird eine größere Gruppe dafür verantwortlich gemacht, der pauschal und grundsätzlich die gleichen Eigenschaften, Triebe, Absonderlichkeiten zugeschrieben werden. Das bedeutet nicht, dass die Tat nicht verübt wurde, aber das, was dann folgt, ist eine Hetzkampagne.

[–] ComfortableRaspberry@feddit.org 5 points 2 days ago (1 children)

Wie soll denn die Tatsache, dass eine Frau darüber spricht, was ihr angetan wurde und dabei (zu Recht) die Strafverfolgung in DE kritisiert bitte eine Kampagne für Männerhass sein?

Dieses rumgeopfere nervt, sorry.

Dass der online Mob wie immer in Extreme verfällt ist nichts neues und natürlich scheiße und nicht hilfreich. Dieses Verhalten aber mit Feminismus oder gar einer Kampagne gleichzusetzen ist bizarr. Hinter einer Kampagne steckt Absicht und zu behaupten, dass Fernandes eine Kampagne für Männer Hass gestartet hat finde ich daher doch mehr als daneben.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 5 points 2 days ago (1 children)

Wir reden hier über zwei verschiedene Dinge: Ich finde es gut, dass dieser Fall in der Öffentlichkeit diskutiert wird und dass es hier eine Strafverfolgung gibt und finde Ulmen auch echt ekelig. Ich finde es nur nicht ok, dass in zu vielen Onlinediskussionen so getan wird als ob jeder Mann direkt so ein komischer Triebtäter wie Ulmen ist. Das ist eine wichtige Unterscheidung und hat auch nichts mit "rumgeopfere" zu tun. Keine Lust mich an einem Sonntag Morgen als geborgenen Triebtäter beschimpfen zu lassen, nur weil ich das gleiche Geschlecht habe wie irgendein Fernsehmoderator.

Wie geschrieben: Das sind verschiedene Dinge. Das soll nicht das Verbrechen relativieren, aber gleichzeitig ist da die Reaktion in bestimmten Kreisen völlig aus dem Ruder gelaufen und endet in Pauschalbeschimpfungen

[–] homoludens@feddit.org -2 points 2 days ago (1 children)

Wir reden hier über zwei verschiedene Dinge

Dann mach bitte einen eigenen Thread auf, wo du Studien oder zumindest konkrete Beispiele zeigst. Und zwar nicht nur, dass irgendjemand irgendwas ins Internet geschrieben hat, sondern dass "der Feminismus" (oder zumindest "bestimmte Kreise") eine "Hetzkampagne" gegen Männer führt.

nur weil ich das gleiche Geschlecht habe wie irgendein Fernsehmoderator

Das Hauptproblem bei Christian Ulmen ist nicht, dass er Fernsehmoderator ist.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 2 points 2 days ago

Sorry, aber in einer Diskussion, in der auch dieses Thema aufgeworfen wurde, darf man plötzlich nicht drüber reden, dass der konkrete Fall durchaus für Hetze genutzt wird? Bestimmst du das?

[–] dynamoMaus@feddit.org 1 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

Beim erneut lesen ist mir etwas wie Schuppen von den Augen gefallen:

Ist dir schon aufgefallen, dass du auf der einen Seite zu Frauen sagst sie sollen nicht alle Männer über einen Kamm scheren aber auf der anderen Seite sprichst du für alle (mit dem Feminismus sympathisierenden) Männer?

pauschal alle Männer als brutale Sexualstraftäter

alle mit ihm sympathisierenden Männer.

Edit: nicht zum vorführen von dir sondern als Aufzeigen der grundproblematik - ich verstehe auch nicht warum die Leute dich downvoten, nehme das als eine konstruktive Diskussion wahr.

[–] FooBarrington@lemmy.world 1 points 1 day ago

In beiden Fällen wird zwar pauschalisiert, aber das alleine ist nicht das Problem. Pauschalisieren ist zwar selten gut oder sinnvoll, aber im Kontext alltäglicher Sprache ist es normalerweise nur eine Ungenauigkeit.

Problematisch wird es aber, wenn negative Attribute pauschal ganzen Gruppen zugeschrieben werden. Wir wissen, welche psychologischen Effekte das für beide Seiten hat. Das hat Jens nicht gemacht.