Jetzt mal ganz blöd gefragt: Gibt es irgendeinen Grund, warum man sich 7kWp Solarpaneele verbauen sollte, sie dann auf 800W zu begrenzen? Bei der Größe macht es ja absolut Sinn, das richtig zu bauen.
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Wenn die Verbrauchsspitzen über 800W kein signifikanter Teil der Stromrechnung sind, dann lohnt es sich vielleicht eher nicht den Elektriker zu bestellen anstatt einfach einen Akku zwischen Panels und Steckdose zu tun der dann mehr oder weniger allen Verbrauch unter 800W abdecken kann.
Das sehe ich auch so. Die großen Verbraucher (Herd, Backofen) werden ja auf 800W gedeckelt. Interessant ist also der Mittelwert aller Verbraucher, jeweils nur bis 800W einberechnet. Grob auf den Tag überschlagen ist bei mir 4-5kWp Balkon-PV mit 3-5kW Speicher schon mehr als ausreichend.
7kWp würde ich über einen Elektriker installieren lassen, dass die großen Verbraucher nicht auf 800W gedeckelt sind. Problem hierbei ist oft:
- einen Elektriker finden
- der bürokratische Aufwand (ein schmaler Ordner Papier-Anträge, nur für dieses Projekt)
- alten Zählerkasten verbaut -> neuer Kasten und Leitung ist direkt ein 4stelliger Betrag zusätzlich
- oder es handelt sich um ein Miethaus
Bestandsschutz
Das mit den Akkuspeichern dürfte zunehmend interessant werden. Sogenannte Standby-Verbräuche durch Elektronik und Dauerverbrauch durch Kühlschränke machen ja einen zunehmenden Anteil des Strombedarfs von Haushalten aus, und einige wenige Wärmegrossgeräte wie Wasch- und Spülmaschine verbrauchen dann mal eine Kilowattstunde oder zwei am Tag.
Das Bedeutet man kann sich jetzt 8kWPeak aufs Dach legen solange der Wechselrichter bei 800W abgeriegelt ist?
Der Akku kommt dann vor den Wechselrichter und zählt hier nicht, so dass man abends noch etwas davon hat?
Der Akku kommt dann vor den Wechselrichter und zählt hier nicht, so dass man abends noch etwas davon hat?
Ja, so funktionieren die aktuellen BKW-Akkusysteme fast alle. Die PV-Module hängen direkt am Akku, und der Wechselrichter dann nach dem Akku oder ist gleich integriert. Bonuspunkte für ein Akkusystem mit Bypass um den Strom aus der PV direkt auf den Wechselrichter zu leiten, wenn genug Sonne scheint.
Wechselrichter bei 800W abgeriegelt ist
Nur Einspeisung wird bei 800W abgeregelt, wenn du einen hohen Verbrauch im Haus hast darf der Wechselrichter doch mehr, oder? Wobei es da schon irgendwie Argumente gibt, z.B. wie die 8kW dann abgesichert werden und ob die Hausverkabelung das überhaupt schafft. Wenn ich 8kW am Sicherungskasten vorbei verbrauchen darf ist das schon nicht mehr so ganz trivial, einfach Stecker in die Steckdose könnte schon Probleme machen.
Wichtig ist nur, dass die 800 Voltampere für die Einspeisung ins eigene Stromnetz nicht überschritten werden.
Da geht es nicht um Abgabe ins öffentliche Stromnetz.
🙁 das ist natürlich schade...aber besser als nichts nehme ich an.
Kann man trotzdem zum Beispiel in die Garage legen um das E-Auto zu laden. Da wird soetwas richtig spannend. Zum Beispiel ein ID3 hat ja eine Batterie mit 77kWh.
Nur Einspeisung wird bei, 800W abgeregelt wenn du einen hohen Verbrauch im Haus hast darf der Wechselrichter doch mehr, oder?
Nein, Einspeiseleistung max. 800VA. Das soll Probleme mit den Leitungen vermeiden, zu normale Steckdosen liegen meist nur 1,5mm2, mit etwas Glück mal 2,5mm2. Da kann man keine 7kW drüberleiten, und die technische Auslegung ist so gewählt, dass auch bei voller Auslastung auf Verbraucherseite plus Einspeisung möglichst nix passiert.
Für mehr Einspeiseleistung muss man dann fest anschließen mit entsprechenden Leitungsquerschnitten und diversen Sicherheitskomponenten, Elektriker, usw.
HLI dass ich offensichtlich ein Balkonkraftwerk auf dem Dach habe.
Dach oder Balkon, das sind doch bürgerliche Kategorien.
Wie lang müsste der Balkon sein, damit da tatsächlich 8 kW nur vom Balkon kommen?
Laienhafte Rechnung:
455 LS-TA2 Modul mit 1134mm Breite. 455WP
Also Leistungsverlust ignorierend landen wir bei 17,58 Modulen, ergo 17 da man ja nicht darüber kommen darf. Damit muss dein Balkon eine durchgehende Brüstung von 19.278mm haben.
Das kenn ich eigentlich nur von sehr großen, traditionellen süddeutschen (Bauern- (?)) Häusern. Danke für die Rechnung.
2000W sind bei einem ist man bei etwa 2000kWh im Jahr. 2021 hat der durchschnittliche deutsche Haushalt 3383kWh verbraucht. Bei 7000W reicht das für alle halbwegs normalen Haushalte. Es sei den man wohnt in einer Villa oder so.
Das klingt sehr interessant. Gibt es schon Balkonkraftwerke, die dreiphasig einspeisen können? Oder muss ich weiter darauf achten möglichst alle stand by Geräte an der gleichen Phase zu haben, wie das BKW?
Oder muss ich weiter darauf achten möglichst alle stand by Geräte an der gleichen Phase zu haben, wie das BKW?
Ach, noch vergessen:
Du musst nicht drauf achten, auf welcher Phase Deine Geräte angeschlossen sind, alle Stromzähler in Deutschland sind über alle drei Phasen saldierend. Der "überschüssige" Strom auf einer Phase wird mit dem Verbrauch auf anderen Phasen verrechnet.
Danke für die Antwort. Die hilft mir weiter.
Nein, wird es auch nicht geben, da nicht idiotensicher.
Solange Du so etwas nicht an eine dreiphasige Dose anschließt, die im normalen Haushalt nicht Standard ist, kannst Du von herstellerseite nicht sicherstellen, dass auch wirklich drei unterschiedliche Phasen verwendet werden. Einer Schuko-Dose sieht man nicht an, auf welcher Phase sie gelegt ist.