Erstmal danke für diese extra Informationen. Eine solche direkte Forderung nach dem Tod von Menschen ist logisch, kritischer zu betrachten. Bei diesem Original ist dann schon eindeutig und nicht abstreitbar, dass Individuen gemeint sind.
Ich finde jedoch, man muss trotzdem in dem differenzieren, was Dahabflex gesagt hat. Wir haben bei ihm nur exakt diese Worte. Ich sehe bei ihm nicht diese direkte Forderung durch den Gerichtszusatz vor allem.
Dennoch kann man aber sagen, auch wenn man das so hineininterpretiert, ist der Weg zum Antisemitismus trotzdem noch weiter. Selbst diese Verurteilung einzelner Soldaten (die ich ablehne) hat im Kontext der aktuellen Situation und Rolle der IDF nichts mit der Religion derer zutun.
Also wenn wir nun davon ausgehen, dass er das so meinte, was ich nicht denke, dann ist mein Meme im Vergleich nun auf einer gemeinsamen Ebene. Die eine fordert Tod für Männer. Der andere von Soldaten. Das doppelte Maß, das angelegt wird, ist weiterhin da, der Antisemitismusvorwurf bleibt weiter haarsträubend. Ich denke auch nicht, dass Ikkimel tatsächlich will, dass alle Männer sterben oder wahrlich jeden einzelnen Mann hasst. Einen Gewaltaufruf kann man logisch kritisieren, dann sollte man aber beides gleichermaßen kritisieren.
Eine Gleichsetzung von der IDF und dem allgemeinen Judentum finde ich in dieser Kritik aber mehr als problematisch und auch antisemitisch. Es ist nicht das Judentum, das die IDF steuert, sondern Israel. Nicht das ganze Judentum steht hinter Israel. Die vollständige Gleichsetzung ist antisemitisch, weil man damit Juden vorwerfen würde, den Genozid zu begehen. Man steckt sie in eine gemeinsame, gleichdenkende Gruppe. Juden sind keine einheitliche Gruppe, sondern Individuen. Um auf einen solchen Gedanken zu kommen, die IDF vollkommen dem Judentum unterzuordnen, keine Trennung zuzulassen, muss man sie in seinem Kopf als eine einheitliche Gruppe ansehen. Was stark an jüdische Verschwörungstheorien erinnert. Es gibt auch Gruppen, die im Namen des Christentums schwere menschenfeindliche Verbrechen begehen, wie der KKK. Da stecken aber nicht alle Christen hinter. Eine Kritik an ihnen, wäre keine Feindlichkeit gegenüber Christen im Allgemeinen. Andere Christen würden sagen, dass sie die Religion missbrauchen. Erst die volle Gleichstellung wäre offensichtlich Christenfeindlich.
Abschließend steht es also jedem frei, es als Gewaltaufruf zu kritisieren. Sehe ich selbst kritisch, wie ich gesagt habe. Aber man darf nicht in Verschwörungstheorien abrutschen und eine ganze Religion für die Organisation verantwortlich machen.