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[–] [S] 44 points 3 weeks ago (27 children)

Auch witzig, dass die Proteste als "gewalttätig" beschreiben werden den, wenn die Gewalt von der Polizei ausgeübt wird. Erinnert irgendwie an Lützerath.

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  • [–] 25 points 3 weeks ago (2 children)

    Ich bin da auch irgendwie gespalten. Einerseits ist Gewalt natürlich scheiße. Andererseits haben wir jetzt zum Beispiel bei den jüngsten Anti-AfD-Protesten gesehen, wie sehr gewaltfreie Proteste einfach ignoriert werden. Da gibt es dann die größte Protestbewegung in der Geschichte der Bundesrepublik und das wird von der Politik komplett ignoriert. Passiert dann Gewalt auf einer Demo, wie hier bei den französischen Schülern, geht es dann medial nur noch um die Gewalt und nicht mehr um die eigentlichen politischen Forderungen.

    Das ist ein perfide eingesetztes System, bei dem man als Demonstrant eigentlich nur verlieren kann. Ist die Demo friedlich, wird sie ignoriert. Ist sie gewalttätig, wird nur über Gewalt geredet. Ändern tut sich dann in beiden Fällen nichts. Und dann hast du noch die Prügeltruppen von der Bereitschaftspolizei, die die Lage auch nicht besser machen.

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  • [–] -2 points 3 weeks ago (14 children)

    Schü­le­r*in­nen protestieren mit brennenden Mülltonnen gegen die schlechte Ausstattung der Schulen

    Sachbeschädigung ist auch Gewalt.

    Das relativiert nichts, wenn die Polizei Gewalt gegen Schüler einsetzt spricht das für sich. Aber brennende Mülltonnen sind kein friedlicher Protest.

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  • [–] 18 points 3 weeks ago (2 children)

    Jaaa… aber ohne brennende Mülltonnen wird das in Frankreich doch gar nicht als Protest wahrgenommen. ( ͡~ ͜ʖ ͡°)

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  • [–] 2 points 3 weeks ago

    Stimmt schon. Ich mein, ich bin der letzte der sagen würde das der Dialog zwischen Politik und Jugend gut funktioniert. Es ist echt schwierig zu entscheiden welche Maßstab wir bei wem ansetzen wollen...

    Wenn normale Wege des Dialogs nicht funktionieren, steht man ohne gute Alternativen da.

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  • [–] 7 points 3 weeks ago (10 children)

    Auch wenn es unbequem oder unangenehm ist, aber friedlicher Protest hat meinen Kenntnisstand nach noch nie zu relevanten gesellschaftlichen Umbrüchen geführt.

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  • [–] 1 point 3 weeks ago (9 children)

    Dann frag doch mal den Erich Honecker.

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  • [–] 4 points 3 weeks ago

    Die DDR hat sich nicht aufgelöst weil man protestiert hat oder weil ein Hasselhoff mit blinkender Lederweste vor Ort war.

    Das war eine Kombination aus massiven wirtschaftlichen Problemen, Massenflucht über Ungarn und Tschechoslowakei und einer Weigerung der Sowjetunion wieder militärische wie 1953 einzuspringen. Dazu kam eine Lethargie der SED bedingt durch interne Zerrissenheit sowie einen schwer kranken und auch politisch schwachen Honeckers.

    Das Land war einfach am Boden und brauchte noch einen Schups. Das waren dann die Proteste. Wäre die SED geschlossen gewesen und hätte an die Sache geglaubt hätte das wieder wie 1953 enden können. Blutig.

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  • [–] 1 point 3 weeks ago (7 children)

    Hast du noch weitere Beispiele? Hab so bisschen die Befürchtung friedliche Revolutionen/Umbrüche sehr selten erfolgreich sind.

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  • [–] 0 points 3 weeks ago (6 children)

    Dann solltest du dich mal besser informieren. Tatsache ist, dass friedliche gesellschaftliche Umbrüche viel öfter zu nachhaltigen Verbesserungen führen als gewaltsame.

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  • [–] 2 points 3 weeks ago (5 children)

    Würde mich nicht wundern, wenn das eher an den Umständen liegt als an den Protesten. Welcher friedliche Umbruch hat eine stabilere, demokratischere Gesellschaft geschaffen, die gerade nicht durch Autokratien bedroht werden?

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  • [–] 1 point 3 weeks ago (4 children)

    Jetzt verschiebst du aber die Torpfosten.

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  • [–] 4 points 3 weeks ago (3 children)

    Tatsache ist, dass friedliche gesellschaftliche Umbrüche viel öfter zu nachhaltigen Verbesserungen führen als gewaltsame.

    Bitte mal Beispiele von den viel öfteren nennen. Das interessiert mich wirklich. Ich glaub ich brauch erst mal eine definition von friedlichen Protesten. Am ehesten ist es ja Präsenz zeigen und oder Weigerungen etwas zu tun oder an etwas mitzuwirken, oder? Ich hätte es lieber, wenn ich durch Mitbestimmung etwas ändern könnte, dann müsste man gar nicht Protestieren, da die Mitbestimmung eine bessere Alternative ist. Aber zurück zu den Tatsachen, können diese belegt werden?

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  • [+] -21 points 3 weeks ago (7 children)

    Die Proteste sind gewalttätig. Es werden unter anderem Busstationen und Autos zerstört. Wer so "protestiert", darf sich nicht wundern, wenn die Polizei dann hart durchgreift.

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  • [–] 10 points 3 weeks ago* (2 children)

    Busstationen ginge ja noch, aber Autos sind dann wirklich zu viel des Guten 😡.

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  • [+] -6 points 3 weeks ago (1 child)

    Ja Zerstörung von fremden Eigentum ist so super. Warum wird das von Linken so absolut gefeiert? Was ist falsch mit euch?

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  • [–] 11 points 3 weeks ago

    Nene, bin schon bei dir. Hart durchgreifen meistens richtig. Deswegen schlage ich auch meine Kinder, damit die lernen, dass Gewalt keine legitime Form von Meinungsäußerung ist.

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  • [–] 7 points 3 weeks ago (3 children)

    Ach Mausi, hättest du mal nach den ersten zwei Sätzen aufgehört. Ja, Gegenstände anzuzünden, insbesondere öffentliches Gut, ist Gewalt. Gewalt gegen Dinge. Das rechtfertigt keinesfalls Gewalt gegen Personen.

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  • [–] -1 points 3 weeks ago (1 child)

    In bewohnten Städten irgendwelche Sachen abfackeln ist immer gefährlich. Selbst wenn es nicht direkt Menschen gefährdet, was du nie ausschließen kannst, bindet es Kapazitäten der Feuerwehr, die anderswo fehlen.

    Keine Ahnung wie man das so verharmlosen kann.

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