Ich versuche ja nur die Dialektik auf die Reihe zu bekommen, Wachstum und Nachhaltigkeit zu verbinden. Bin auch intuitiv im Camp "Wachstum ist Böse". Aber erstens finde ich das mittlerweile einen Kampf gegen Windmühlen im aktuellen Klima und zweitens bauen halt tatsächlich unfassbar viele Systeme unserer Gesellschaft darauf auf. Die Utopie, das über Nacht abzuschaffen, ist, glaube ich, gar nicht so rosig-utopisch.
Gerade bei Dienstleistungen ist das aber sehr interessant als Beispiel. Wenn ich zu einem Friseuer gehe, der mir einfach eine schönere Frisur macht, dafür aber mehr Geld verlangt, dann ist Wachstum entstanden, das nicht mehr Ressourcen verbraucht. Witzigerweise entsteht ja auch genau dann (volkswirtschaftliches, nicht betriebswirtschaftliches) Wachstum, wenn wir Ressourcenverbrauch mit Kosten versehen, der heute kostenlos ist.