you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] 4 points 5 months ago* (5 children)

Der Unterschied zwischen der EU und vergleichbar großen Machtblöcken liegt in der Freiwilligkeit und das die EU nicht einfach über die Köpfe einzelner Mitgliedstaaten hinwegregieren kann. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und erklärt ihre Popularität vor allem in Osteuropa.

Die EU hat auch Mindestanforderungen was Demokratie und Rechtsstaat angeht. Das widerum heißt das wenn ein solcher demokratischer Staat ernsthafte Bedenken hat und ein Veto einlegt dann sollten das die anderen Mitgliedstaaten auch ernst nehmen.

Auf der anderen Seite wenn ein Mitgliedstaat diese Mindestanforderungen nicht erfüllt und/oder über einen längeren Zeitraum eklatante Meinungsverschiedenheiten mit dem überwiegenden Rest der Mitgliedstaaten hat, dann hat dieser einfach nichts in der EU zu suchen und sollte Ausgeschlossen werden. Und wenn sich dieses substatiell ändert dann kann auch immer wieder eine Neuaufnahme diskutiert werden.

  • source
  • parent
  • hideshow 5 child comments
  • [–] 2 points 5 months ago* (2 children)

    Jeder Staat kann die Union jederzeit verlassen, falls er mit einer Mehrheitsentscheidung par tout nicht leben kann.

    Aber in 10% der Fälle überstimmt zu werden gegen die nationalen Interessen ist das kleinere Übel, als wenn 90% der Entscheidungen im nationalen Interesse durch andere blockiert werden.

  • source
  • parent
  • hideshow 2 child comments
  • [–] 1 point 5 months ago (1 child)

    Diese Argumente kann ich nachvollziehen, danke Dir. Bezüglich der Freiwilligkeit würde ich aber auch die USA als unerzwungenen Zusammenschluss von Staaten sehen. Dort wird aber gerade über die Köpfe aller weg entscheiden, also eher schlechtes Beispiel für meine Position :)

  • source
  • parent
  • hideshow 1 child comment