Ende vergangenen Jahres kamen bei den unter-18-Jährigen rechnerisch 947 weibliche Jugendliche auf 1.000 männliche. Am stärksten war der Männerüberschuss mit einem Verhältnis von 912 Frauen zu 1.000 Männern in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen.

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[–] 16 points 1 month ago (20 children)

Das ist übrigens ein massives Problem, das viel zu wenig diskutiert und beleuchtet wird. Gerade wenn man sich mal die Zahlen in den ostdeutschen Ländern anguckt, ist es schon fast apokalyptisch.

Ich gehe mal davon aus, dass jeder Mensch ein tief inne sitzendes Bedürfnis nach Partnerschaft hat. Das bedeutet natürlich nicht, dass es ein Recht auf eine Frau gibt, aber es ist natürlich völlig verständlich, wenn man(n) frustriert ist, wenn man auf dem Datingmarkt niemanden findet, keinen Sex haben kann und so weiter und so fort. Das wird ja meistens als individuelles Problem geframt. Man sei ein Incel, man solle sich datingfähig machen, man solle sich als Partner attraktiver machen. Sprich, es wird auf den Einzelnen als individueller Fehler abgewälzt, aber schaut man sich mal die Zahlen an, stimmt das einfach nicht.

Wenn du in Sachsen-Anhalt 856 Frauen auf 100 Männer in der Altersgruppe 18-29 hast, bedeutet das schlicht und einfach, dass ein gewisser Teil der Männer keine Chance auf eine Partnerschaft hat. Wenn du eine Gruppe von 100 Männern hast, dann haben 85 die Chance auf eine Beziehung und 15 eben nicht. Einfach, weil es diese Geschlechterverteilung gibt.

Schaut man dann nochmal tiefer rein, dann sieht das in bestimmten Regionen noch viel gruseliger aus, weil natürlich auch in Sachsen-Anhalt die Frauen in den Dörfern unterrepräsentiert sind und in den Städten deutlich mehr vertreten sind. Das hat alles seine Gründe, bedeutet aber im Endeffekt aber einfach nur, dass es in ostdeutschen und auch westdeutschen Dörfern jede Menge Typen gibt, die schlicht und einfach keine Chance haben, jemals eine Partnerschaft einzugehen. Völlig egal, wie man das dreht und wendet. Selbst wenn jemand sich individuell dann richtig ins Zeug legt, eine passende Persönlichkeit hat, gut aussieht, fit ist, extrem attraktiv ist, stabil, mit Job, charismatisch, bedeutet es einfach nur, dass jemand anderes wiederum auch keine Partnerin findet. Das ist ein gewaltiges Problem.

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  • [–] 10 points 1 month ago (1 child)

    Was ja noch krasser ist, ist wenn man sich überlegt, dass natürlich bereits eine Menge Personen in Partnerschaften sind.
    Die Paare sind aber 1:1 verteilt, das heisst der absolute Männerüberschuss bleibt in der Gruppe der Singles bestehen und wächst relativ stark an.
    Das zeigt sich auch in den Zahlen zu den Singles: In der Gruppe der 25 bis 29 Jährigen sind 46% der Männer Single , aber nur 25% der Frauen. Quelle Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
    25 % zu 46% sind 543 Single Frauen zu 1000 Single Männer. entsprechend noch schlimmer ist es dann in Ländern wie Sachsen-Anhalt, wo wie du ja sagst das Geschlechterverhältnis der jungen Altersklassen noch ungleicher ist.

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  • [–] 1 point 1 month ago

    Ich sehe das Argument ein wenig, aber heutzutage geht man ja oft nicht einmal vom Singlemarkt und bleibt dann für immer weg, dort herrscht ja eine gewisse Fluktuation.

    Es gibt dann ja aber auch das Problem, dass viele junge Leute heute einfach ungebunden sein wollen und daher keine Beziehungen eingehen. Für dein Argument macht es das ursprüngliche Problem vermutlich schlimmer, weil die Personen dann ja ebenfalls vom Markt bleiben. Aus meiner persönlichen Bubble würde ich vielleicht sogar sagen, dass mehr Frauen als Männer diese Ansicht haben, weil Männer oft Arschlöcher sind (Stichwort Femizide etc.).

    Joa, sieht nicht so gut aus, wie (fast) alles andere auch.

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