Suggeriert er, dass Radfahren bei etwas Regen oder Kälte extrem unangenehm ist. In der Realität ist es wesentlich angenehmer, bei Kälte auf dem Fahrrad zu sitzen, als an einer Bushaltestelle zu stehen. Ich denke, das Argument zielt vor allem auf Leute, die schon länger nicht mit dem Fahrrad gefahren sind
Falsch. Ich fahre sogar gerne mit dem Fahrrad, aber nicht bei Regen und Kälte. Da stehe ich sogar lieber bei der Bushaltestelle - wenn man das gut plant, ist das auch nicht lange. Aber je nach Strecke ist natürlich auch das Auto eine Option. Dank der Elektromobilität gibt es auch die Standheizung serienmäßig. Und auch in einer Stadt sind die Öffis nicht rund um die Uhr oder in allen Randgebieten eine gute Option.
Zweitens wird da gleich gesetzt "Fahrrad fahren = Steinzeit" also implizit "Auto fahren = Zivilisation".
Nein. Was ich damit gemeint habe: Technische Errungenschaften machen uns das Leben bequemer. Die Steinzeit ist für mich der Verzicht auf Bequemlichkeit. Eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler macht uns das Waschen bequemer. Auch dort könnte man Energie sparen, aber zum Preis der Bequemlichkeit. Ein E-Bike ist bequemer als ein normales Fahrrad und bei Regen, Schnee oder Kälte ist für viele das Auto die bequemere Wahl. Will man das ändern, muss man Alternativen finden und akzeptieren dass nicht die gleiche Lösung bevorzugen, wie man selbst, statt den Leuten überheblich zu sagen, dass ihnen gefälligst nicht kalt sein soll.