Lettland will sich sprachlich stärker nach Europa orientieren - seit diesem Schuljahr darf Russisch an Schulen nicht mehr als Fremdsprache unterrichtet werden. Besonders populär wird stattdessen: Deutsch.
…

you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] 1 point 10 hours ago (6 children)

Interessant. Dass sich Russland auf Eurasien bezieht, höre ich hier zum ersten mal. Wenn das stimmt, ist das nicht sogar tatsächlich korrekter? Nach meinem Kenntnisstand, heißt der Kontinent technisch gesehen wirklich so. Was genau „Europa“ oder „Asien“ sein soll, frage ich mich schon ewig. Blickend auf die Kontinentalplatten ist diese Grenze vollkommen beliebig gezogen. Habe schon öfter nachgedacht, ob das historische Hintergründe hat, wo sich der weiße „Europäer“ einfach nur künstlich abheben wollte vom „Asiaten“. Überbleibsel der europäischen Kolonialgeschichte vielleicht.

  • source
  • parent
  • hideshow 6 child comments
  • [–] 3 points 10 hours ago* (last edited 10 hours ago) (2 children)

    Wegen "weißer Europäer", ich weiß aus eigener Erfahrung dass "westeuropäer" wohl Antislawismus zeigen

    Aber als "Slawe" selber, würde ich sagen

    Nach meiner Einschätzung spielen die russischen Kulturgeschichtlichen Narrativen mit den "Asiaten-Horden" selber.

    Von dem Trauma des "tatar-mongol Jochs", über die "zivilisierene Mission des Autokraten/des Sowjetischen Menschen" gegenüber den "barbaren" Zentralasiens, Kaukassus, Siberien und Taiga, und bis zu dem narrativ "ja, wir erben viel in der Geschichte unserer Staatlichkeit von der Goldenen Horde, und das macht uns stärker als die pseudo-zivilisierte Anglo-Sachsen"

    Ist schon interessant


    Nachtrag:

    Also der Punkt von diesem Beitrag war

    westliche Selbsteinschätzung als "den da im Osten" überlegen zu sein, ist ein echtes Problem.

    die russen jetzt als Opfer europäischer Rassismus zu framen ist aber komisch. Die Einwohnerinnen des "Marks"/"Puffergebiets" zwischen Berlin und Moskau/Petrograd sind opfer westeuropäischer Rassismus, wohl. "russisch" bleibt aber die titulare Kultur eines der größten und mächtigsten u.a. kolonialen Imperien der Geschichte (und des Gegenwarts).

    Die da in Moskau erzählen auch rassistissche Witze über Westeuropäer. Und wohl über uns alle zwischen Moskau und Berlin.

  • source
  • parent
  • hideshow 2 child comments
  • [–] 2 points 9 hours ago

    Ich wollte keineswegs Russland als Opfer framen.

    Wenn ihr "Eurasian" wie du im anderen Kommentar sagst, immernoch wenig mit den Platten zutun hat ist das ganz genauso Humbug.

    Ich habe nur geäußert wie diese Trennung auf mich Wirkt. Diesen künstlichen unterschied zieht man ja genauso auch auf jedes weitere Asiatische Land.

  • source
  • parent
  • [–] 3 points 10 hours ago (1 child)

    Les gerne über den russ. Eurasianismus nach, weiterentwickelt von Dugin et al

    Ist eine politische Kategorie, genau wie "Europa"; mit den Kontinenten eigentlich nur wenig zu tun

    Geht eng zusammen mit den Konzepten von "Russlands eigener, besonderer Weg"

    War viel unterwegs (der Konzept) in der russ. national-bolschewistischen/rechten Szene; auch z.B. in der Ukraine vertreten als eine variante der konservativen strömungen die in die Richtung der "heiligen Ruthenien" gehen (statt rechtskonservative USSR 2.0 oder lächerliche fringe Gedanken über "elektiven monarchismus")

  • source
  • parent
  • hideshow 1 child comment