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[–] 2 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago) (8 children)

Angeblich machten Firmen wie Microsoft das inzwischen auch so. Also ich selbst nutze sowas nicht, aber mir wurde erzählt, dass dann sowas wie Microsoft Recall dann manchmal Recall heißt, manchmal aber auch Vorschau oder irgendwas mit Erinnern.

Irgendwie wird sich halt üblicherweise sonst doch auf Fachwörter geeinigt, Produktnamen, konsistente Benennungen... Menschliche Softwareübersetzer kümmern sich ggf auch darum ob man geschlechtsneutral formuliert, seine Nutzer konsequent duzt, die Benennungen im Hauptmenü möglichst kurz hält...

Also mir fällt dass in letzter Zeit ab und zu auch mal auf bei der Interaktion mit irgendwelchen Computersystemen. Aber Maschinenübersetzung ist schon echt viel besser geworden. Vor einigen Jahren war ja alles einfach nur sehr holprig bis unlesbar. Und heutzutage kann ich einfach so belibige japanische Websites besuchen oder mal Nachrichten auf Spanisch oder sonstwas lesen. Die LLMs können sogar Redewendungen und zumindest im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten versuchen den Stil des Originals zu übernehmen. Das finde ich schon recht nett. Wirklich perfekt isses auf der anderen Seite aber auch nicht.

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  • [–] 4 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago) (5 children)

    Aber Maschinenübersetzung ist schon echt viel besser geworden.

    Aber in diesem Artikel geht es auch um Belletristik, und da sieht die Sache nochmal ganz anders aus. Ich persönlich gaube nicht dass KI in absehbarer Zeit da überhaupt irgendwo drankommt einen Roman sinnvoll übersetzen zu können. Das hat @schmorp ja auch schon angedeutet oben.

    Aber selbst davon abgesehen, lass dir von einem professionellen technischen Übersetzer erklären warum auch da die Maschinen noch lange nicht so weit sind. Sicherlich wird MT auch von den Profis eingesetzt, aber das Endprodukt so gut hinzukriegen dass der Kunde dich hinterher nicht verklagt wenn einem Arbeiter wegen unklarer Dokumentation der Arm in der Maschine verschwindet, efordert immer noch unersetzbares Know-How.

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  • [–] 3 points 3 weeks ago (4 children)

    Ja stimmt. Ich glaub da auch nicht dran. Aber ich glaube auch so viele Versprechungen nicht was KI demnächst angeblich so alles kann. Bisher ist das meiste das da so rauskommt ja meist recht unterdurchschnittlich, bis gespickt mit Ungenauigkeiten und Fehlern. Und die KI, die viele Aufgaben auf einem akzeptablen Niveau erledigen könnte, müsste ja erst noch erfunden werden. Bisher sehe ich da viel Hype und wenig Anhaltspunkte für baldige, große Verbesserungen.

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  • [–] 3 points 2 weeks ago (3 children)

    unterdurchschnittlich

    Ich halte mir gerne mal die "Erfolgsquoten" von OCR vor Augen, also auf Papier gedruckten Text digitalisieren.

    99% hört sich ja erstmal super an. Dann überleg mal: jedes 100te Zeichen ist falsch. Das kann kein Mensch lesen! 99,9% - schon besser. Sind aber immer noch fast 2 Fehler pro Seite. Das wird schnell unangenehm wenn man ein ganzes Buch lesen will.

    KI ist noch nicht mal auf dem 99% Niveau heutzutage.

    Anbei, ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal ein ordentlich prüfgelesenes Buch gelesen hätte. Das war früher besser. Da ist auch Automatisierung dran schuld.

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  • [–] 1 point 2 weeks ago* (2 children)

    Da spielt auch sicherlich der Anwendungsfall eine Rolle. Also ich versuche zum Beispiel meinen privaten Papierkram zu digitalisieren und in Paperless-NGX abzuspeichern. Da sind mir dann 99,x% genug wenn ich "Schornsteinfeger" eingebe und der mir mit 99% Wahrscheinlichkeit die letzte eingescannte Rechnung raussucht.

    Wenn man soetwas liest, sind die ganzen Fehler aber schon sehr störend. Ich hab auch ein wenig mit Sprachsynthese (TTS) herumgespielt und da ist es das genauso. Also ich würde gerne einen Artikel den jemand hier posted auch beim Wäscheaufhängen zuende hören, lasse mir das vom Computer vorlesen. Aber diese Systeme haben ja auch eine nicht zu unterschätzende Fehlerrate. Alle paar Sätze betont der irgendwas komisch oder spricht ein Wort ganz falsch aus. Da muss ich dann lachen, oder meine Konzentration ist erstmal futsch.

    Für wichtige Sachen kann man sowas natürlich nicht gebrauchen. Also um auf die Überserzung zurückzukommen... Ich hab mir auch schon chinesische Datenblätter von Bauteilen übersetzen lassen. Ansonsten hätte ich keine Chance das zu lesen... Aber da muss dann schon das richtige drinstehen... Wenn da Fehler drin sind kriege ich es entweder richtig angesteuert, oder im schlechtesten Fall macht es Puff und mein Bauteil geht in Rauch auf.

    Und das mit der Automatisierung: Also ich halte es für durchaus möglich Automatisierung und Digitalisierung auch gewinnbringend (für die Gesellschaft) einzusetzen. Ich habe eher immer irgendwie das Gefühl dass uns einfach Qualität nicht mehr so wichtig ist. Hab mich schon mit Leuten unterhalten und gefragt warum deren Werbung auf Instagram so hingerotzt aussieht und naja... Es reicht? Also das Publikum erwartet eh nicht mehr, deswegen wäre es Verschwendung sich mehr Mühe zu geben. Außerdem sind sie eh am Doomscrollen und machen noch 2 andere Sachen gleichzeitig und gucken nicht soo genau hin. Und wir sind inzwischen alle gewohnt, dass alles sofort geht. Also wenn man KI zur hilfe nimmt ist es in 20min erledigt und kann heute noch rausgehen. Wenn man sich Mühe geben würde und nochmal jemanden drübergucken lassen würde bräuchte man mehr Zeit und Geduld. Und die hat man nicht, oder bildet sich ein sie nicht zu haben.

    Gibt aber nach wie vor auch Leute, die wirklich tolle Sachen machen und sich echt Mühe geben.

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  • [–] 2 points 2 weeks ago (1 child)

    Ich hab mir Mühe gegeben zu erklären wie groß der Unterschied zwischen 99% und 99,9% sein kann und du ersetzt es einfach durch ein x.

    Es war eh nur ein Beispiel; OCR funktioniert heutzutage ja ganz gut.


    Ich finde du schlägst jetzt ein bisschen zu breit; meine Kritik an künstlicher Dummheit heißt doch nicht dass ich allgemein technologiefeindlich wäre.

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  • [–] 2 points 2 weeks ago*

    Nene, alles gut das wollte ich auch gar nicht unterstellen. Ich glaub ich hab einfach zu viel geschrieben 😅 Das war nicht unbedingt so gemeint, dass ich denke jemand anderes wäre hier anderer Meinung.

    Das mit den Nachkommastellen stimmt natürlich auch, das ist natürlich ein krasser Unterschied. Ich glaub damit hab ich auch öfters zu tun, weil ich dann nicht die Marktführer-Software ausprobiere, sondern etwas das lokal läuft und gerne auch möglichst Freie Software ist... Und dann ist das manchmal nicht ganz so gut und ich hab dann nicht mehr 2 Fehler pro Seite, sondern 20 (beispielsweise) und das ist schon durchaus eine andere Hausnummer, das ist mir klar.

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  • [–] 3 points 3 weeks ago (1 child)

    In einer Übersetzungssoftware mit integrierter MT gibt es ein gespeichertes Glossar, und das Programm verwendet bei der Vorübersetzung dann diese Begriffe. Auch da gibt es noch genug Sachen, die die Maschine nicht richtig hinkriegt und die dann vom Korrekturleser überarbeitet werden müssen - witzigerweise oft repetitive Sachen, die ich eigentlich nicht selber machen will sondern wo ich gerne eine Maschine dafür hätte: Satzzeichen, Dezimalstellen, Tags.

    Ein Chatbot ist wie ein LLM auf Psilos.

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  • [–] 3 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago)

    Interessant. Ja ich hab selten mit Übersetzung zu tun, außer dass ich manchmal ein paar Sätze für Freie Software einreiche oder verbessere. Aber das kommt dann aus meinem eigenen Hirn.

    Aber die machine translation ist dann wirklich ein spezialisiertes MT "modell"? Und nicht irgendeine Schnittstelle zu einem ChatGPT, was dann intern ge-prompted wird: Hey, übersetz mir das hier mal?

    Weil ich hab auch schon (Hobby-)Projekte gesehen, die sowas einfach mit einem LLM lösen. Da wird der Text dann einmal durchgenudelt und fertig ist die Übersetzung. Aber da wundert mich dann nicht, wenn es kein Glossar gibt. Oder der Chatbot großzügige Befugnisse hat es zu ignorieren, oder auch ganze Absätze umstelt oder auf eigene Kappe den Text "verbessert".

    Ich nutze sowas eigentlich ungerne. Ich mag eher sowas wie die Übersetzungsfunktion im Firefox. Die ist nicht so "intelligent" das sie selbst Entscheidungen treffen könnte Sätze großzügig abzuändern. Das merkt man dem Resultat zwar auch an... dafür weiß ich aber auch, dass ich nicht von irgendeiner KI angeflunkert werde. Aber ich mach das auch nur für mich und nicht um das irgendwo zu veröffentlichen.

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