Stiftung macht man erst um Erbschaftssteuer zu umgehen.
Das denken zwar viele, und windige Typen werden nicht müde, es so zu bewerben, ist aber käse. Statt einer Erbschaftssteuer nimmt der Staat hier einfach eine Erbersatzsteuer alle 30 Jahre vor. De facto kommt es also genauso, wie als würdest du das Vermögen alle 30 Jahre vererben und zahlst genauso Steuern dafür.
Wenn die Unternehmen, die zur Holding gehören, Gewinn ausschütten, fallen darauf <1% Steuern an.
Nur bei richtigen Beteiligungen > 10% und auch eher 1,5%. Warum? Weil der Gewinn von den Tochtergesellschaften bereits voll versteuert wurde mit 30% und man so eine Mehrfachbesteuerung verhindert.
Wird dann ins Privatvermögen ausgeschüttet, landet man bei ~48% Steuerlast. Der Clou an dem Konstrukt ist also weniger, dass du weniger Steuern bezahlst, sondern dass du sie schieben kannst bis zur Ausschüttung.
Du gehst zur Bank und beleihst deine Holding, die ist ja viel wert, da liegt ja dein ganzes Geld drin. Jetzt hast du Geld für Bierchen. Privat bist du auch noch verschuldet, da kann man noch mal Steuern sparen.
Bei einer Holding, die einen Privatkredit besichert, bist du ruckzuck in der verdeckten Gewinnausschüttung, da stürzt sich das Finanzamt mit Feuereifer drauf. Das löst direkt die Steuern aus, die man mit diesem Spitzenplan vermeiden wollte. Dazu kann man konsumptive Kredite nicht anrechnen, also nützt dir die Verschuldung zum Steuernsparen nichts.
Aber das meiste zahlst du eh einfach als Firmenausgabe aus der Holding. Der gehören dann halt auch deine drei Villen, alles Büros.
Das kannst du gerne probieren, ist aber einfach nur illegale Steuerhinterziehung und wird entsprechend geahndet.
Der Wirtschaftsprüfer kommt statistisch ja eh nur alle 10.000 Jahre vorbei und du kannst aus dem Firmengeld ja auch gute Anwälte bezahlen.
Was du meinst, ist der Betriebsprüfer. Und der kommt ab einer gewissen Größe lückenlos. Diese großen Lücken hast du nur als Kleinstbetrieb.