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Für Getränke mit einem Zuckergehalt zwischen 4,5 und 7 Gramm pro 100 Milliliter sollen dem Papier zufolge 26 Cent je Liter fällig werden. Bei mehr als sieben Gramm wären es 32 Cent, bei mehr als zehn Gramm 38 Cent pro Liter. Für Getränke, die ausschließlich Süßstoffe enthalten, soll ebenfalls ein Satz von 26 Cent pro Liter gelten. Damit wären beispielsweise Cola Zero, Sprite Zero oder Fanta Orange Zero betroffen.

Die zusätzliche Abgabe würde zudem nicht einfach bei den genannten Centbeträgen bleiben. Auf die Steuer käme die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Dadurch könnte der Endpreis noch stärker steigen.

Ein Beispiel: Eine Flasche Coca-Cola mit einem Liter Inhalt enthält laut den Angaben 10,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Dafür würden 38 Cent Steuer pro Liter fällig. Einschließlich Mehrwertsteuer ergäbe sich ein Aufschlag von rund 45 Cent. Ausgehend von einem bisherigen Preis von 1,23 Euro würde die Flasche demnach rund 1,68 Euro kosten. Noch deutlicher könnte der relative Aufschlag bei zuckerfreien Getränken ausfallen.

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[–] 62 points 1 month ago (55 children)

Warum Zero Getränke? Geht es ums Geld machen oder Gesundheit?

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  • [–] 30 points 1 month ago (46 children)

    Wenn ich mich recht erinnere triggern Zuckersatzstoffe die gleichen Rezeptoren wie Zucker. Du hast immer noch den Suchtfaktor Zucker, aber nicht unbedingt die direkten negativen Einflüsse von Zuckerkonsum. Das ergibt also Sinn, falls das Ziel ist Getränke weniger süß schmecken zu lassen.

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  • [–] 22 points 1 month ago (32 children)

    Ich dachte Menschen sollen weniger Kalorien zu sich nehmen und dadurch evtl. abnehmen.

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  • [–] 16 points 1 month ago

    Da ist die Frage wie man das am besten macht:

    • Entweder Zuckerersatzstoffe attraktiv machen als Alternative

    • Oder das generelle Süße Empfinden sensibler machen

    Wenn die Bevölkerung weniger Bock auf süßes haben wird vielleicht auch das generelle Zuckerlevel stärker fallen.

    Ich sage nicht, dass das die bessere Option ist. Das können Verhaltensforscher besser einschätzen.

    Mich persönlich stört der Teil wenig. Zuckerersatzstoffe schmecken mir meistens nicht. Ich bevorzuge weniger Zucker generell und wenn dann echter Zucker.

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  • [–] 6 points 1 month ago* (23 children)

    Du bist Coke Zero gewöhnt, aber die ist gerade aus. Wirst du auf Cola verzichten oder eine mit Zucker kaufen?
    Was sagen deine süßeverwöhnten Rezeptoren zur Dönersoße, die Zucker enthält im Vergleich zur Soße ohne Zucker?
    Wirst du mit süßeverwöhnten Rezeptoren demzufolge mehr oder weniger Kalorien aufnehmen (vor allem bei den Getränken)?

    Es geht weniger um die Tagesration Kalorien als um die Leber, die mit Zucker überschwemmt wird, wenn man sich innerhalb Minuten einen Viertelliter Zuckerwasser oder mehr hinter kippt. Entweder verwandelt die alles Zucker in Bauchumfang oder sie gibt auf und du kriegst Blutzucker.

    Ich empfehle That Sugar Film

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  • [–] 14 points 1 month ago (1 child)

    Während Zuckerersatzstoffe keine Kalorien haben und somit "gesünder" sind haben sie doch viele Nachteile wie unter anderem, dass sie abführend wirken.

    Somit sollte man nicht 100% vom Zucker mit Süßstoff ersetzen das ist auf Dauer auch nicht gesund. Einen Teil vom Zucker mit Süßstoff zu ersetzen kann aber sinnvoll sein.

    Vermutlich soll die Steuer verhindern dass die Industrie einfach tonnenweise Süßstoff reinhaut.

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    [–] 54 points 1 month ago (5 children)

    WTF. Die Steuer kommt für Pflanzenmilch, aber nicht für Kuhmilch???

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  • [–] 9 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (3 children)

    Der Laktosegehalt von Vollmilch liegt bei ca. 4,7%. Damit fällt Kuhmilch in die Klasse der Lebensmittel, die offiziell als zuckerreduziert gelten. Link

    Es fehlt noch eine gesättigte-Fette-Steuer und eine negative Balaststoffe-Steuer.. und..

    DE ist global ein Nachzügler, was die Zuckersteuer angeht.

    Edit: Bis 2003 hatte DE bereits eine Zuckersteuer, die damals aber für eine EU-Harmonisierung abgeschafft wurde.

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  • [–] 45 points 1 month ago (3 children)

    Ursprünglich war vorgesehen, die Einnahmen als zweckgebundene Abgabe einzusetzen und damit beispielsweise das Gesundheitssystem zu unterstützen. Nun soll es sich um eine allgemeine Steuer handeln. Die Einnahmen wären damit nicht an einen bestimmten Zweck gebunden.

    Ist ja nicht so als hätten wir nicht gerade erst eine Debatte (gehabt), dass das Gesundheitssystem besser aufgestellt sein müsste. Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon sich hebende Finger am Kabinettstisch wenn Merz fragt, welches Ressort viel zu investieren habe um "Innovation" zu fördern. Anders als im Meme fliegt da aber leider keiner hochkant raus, obwohl abermals neue Aufrüstungs- und Überwachungsscheisse, Energieabhängigkeiten und Individualverkehrsförderung vorgeschlagen werden...

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  • [–] 21 points 1 month ago (2 children)

    Ursprünglich war vorgesehen, die Einnahmen als zweckgebundene Abgabe einzusetzen und damit beispielsweise das Gesundheitssystem zu unterstützen.

    So wie bei jeder neuen Steuer. Aber mit der nächsten haben wir dann ein solide finanziertes Gesundheitssystem, bestens ausgestattete Schulen und top sanierte Straßen. Versprochen.

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  • [–] 11 points 1 month ago*

    Versprochen.

    Nein, das habe ich nicht versprochen, ich habe mich versprochen. Das haben sie missverstanden. Im übrigen ist die Situation inzwischen eine völlig andere als damals. - sinngemäße Reaktion von so manchem Politiky bei so mancher kritischer Nachfrage

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  • [–] 26 points 1 month ago (9 children)

    Schon lange nicht mehr eine prinzipiell gute Idee so schwachsinnig umgesetzt gesehen. Ich hoffe dass da noch gegengearbeitet wird bis '27.

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    [–] 18 points 1 month ago (39 children)

    Wieso zum fick betrifft dies auch Säfte? Ich dachte die Zuckersteuer betrifft Getränke mit zugesetztem Zucker und eben nicht solche die von sich aus bereits Fruchtzucker enthalten?

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  • [–] 17 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (17 children)

    Zucker ist Zucker. Das ergibt aus gesundheitlicher Sicht imo Sinn. Der Körper rechnet nicht damit, dass man sich den Fruchtzucker von 12 Äpfeln in 10min rein hilft.

    Ich finde es schon sinnvoll, nicht nur den Zucker aus -Rübe oder -Rohr zu besteuern. Macht keinen Unterschied woher das Molekül stammt, was dem Körper schadet.

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  • [–] 6 points 1 month ago (14 children)

    Die Molekülketten (Fruktose, Glukose) sind aber unterschiedlich aufgebaut und werden demnach unterschiedlich vom Körper verarbeitet.

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  • [–] 9 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (3 children)

    Es gibt keinen guten Zucker, es sei denn du schließt Stärke mit ein.

    Der nächste Schritt wäre dann, dass Cola mit ganz viel gesundem Fruchtzucker auf den Markt kommt. Ich weiß nicht, ob das wünschenswert ist.

    Mal davon abgesehen geht der Blutzuckerspiegel mit Fruchtzucker steiler nach oben, als mit Glukose Disaccharose, die zuvor erst noch zerlegt werden muss.

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  • [–] 9 points 1 month ago (3 children)

    Fruchtzucker ist entgegen der landläufigen Annahme nicht gesünder als Haushaltszucker. Im Gegenteil, er macht in dreierlei Hinsicht dick:

    Fruktose wird ohne Umwege in Fett umgewandelt und in den Fettdepots gespeichert
    Fruktose verhindert die Fettverbrennung bei gleichzeitig vermehrtem Fettaufbau
    Fruktose blockiert das Sättigungsgefühl.
    

    https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Zu-viel-Fruchtzucker-ist-ungesund,fruchtzucker106.html

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  • [–] 7 points 1 month ago (5 children)

    Total bescheuert ist das. Der aus konventioneller Landwirtschaft stammende, in einem kleinen, regionalen Betrieb hergestellte Saft in der Mehrweg-Flasche (den es hier längst nicht überall zu kaufen gibt, was an sich schon blöd ist) wird jetzt noch also schlechtere Karten haben bekannt zu werden, Absatz zu finden und sich durchzusetzen. Der Lebensmittelhandel und die große Konkurrenz hingegen dürften höhere Steuern egal(er) sein, die finden Mittel und Wege zur Querfinanzierung, setzen ihre Marke ein um die Loyalität der Kundschaft (Märkte und Haushalte) aufzubauen/aufrecht zu erhalten. Außerdem traue ich denen zu Tricks anzuwenden oder Wege zu beschreiten um knapp unter Grenzwerten zu bleiben.

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    [–] 18 points 1 month ago* (9 children)

    Für Getränke, die ausschließlich Süßstoffe enthalten, soll ebenfalls ein Satz von 26 Cent pro Liter gelten.

    Die negativen Effekte von Süßungsmitteln sind wissenschaftlich noch nicht belegt, oder?

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  • [–] 11 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (2 children)

    @probable_possum
    Für mich ist das eine andere Baustelle. Zucker ist Zucker. Egal, was gegen Süßstoffe spricht, sie haben nicht die Kalorien von zugesetztem Zucker und sollten wegen der Steuerwirkung nicht wie Zucker behandelt werden. Klärt auf, verbietet bestimmte Substanzen, wenn sachlich geboten, aber tut nicht so als sei alles gleich schlecht.
    @SapphireSphinx

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    [–] 17 points 1 month ago (4 children)

    @SapphireSphinx
    Welche geniale Lobbyist:in hat denn durchgesetzt, dass kein (zero) Zucker besteuert wird wie mit Zucker? (Es gibt kein Getränk außer Wasser, das nicht ohne Zucker irgendetwas, das süß schmeckt, enthält.)

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  • [–] 16 points 1 month ago

    Hab schon von Leuten aus Großbritannien gehört, dass jetzt eben alles mögliche mit Süßstoffen vollgeballert ist. Das ist auch nicht geil, weil:

    • Süßstoffe teilweise auch gesundheitsschädlich sind,
    • Süßstoffe immer auch einen komischen Nebengeschmack haben, und
    • sich die Geschmackswahrnehmung nicht an die geringere Süße gewöhnen kann. Also wenn man z.B. ein paar Wochen hart auf Zucker und Süßstoffe verzichtet, dann schmeckt einem danach vieles wesentlich süßer als davor, ohne dass endlos Zucker oder Süßstoffe drin sein muss.
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    [–] 17 points 1 month ago

    Denn ein hoher Zuckerkonsum führt zu höherem Gewicht

    Bekomme ich bei Untergewicht die Steuer erstattet?

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  • [–] 17 points 1 month ago

    Neuer Slogan: Zero Zucker, volle Steuer.

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  • [–] 13 points 1 month ago (5 children)

    Bin mal gespannt, ob wir mit dieser Steuer einen Marketingtrend hin zum Sirup bekommen. Wenn sie auf einen Liter Sirup nur unwesentlich mehr Steuern zahlen als auf ein Liter Cola, daraus aber 10 Liter Getränk werden, dürfte das ziemlich attraktiv sein.

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    [–] 12 points 1 month ago* (6 children)

    Für Getränke, die ausschließlich Süßstoffe enthalten, soll ebenfalls ein Satz von 26 Cent pro Liter gelten.

    Also einfach 4 Gramm Zucker pro 100 Milliliter hinzufügen und dann keine Zuckersteuer?

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    [–] [S] 12 points 1 month ago*

    Der Karnevalsverein namens SPD liefert wieder...

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  • [–] 8 points 1 month ago (3 children)

    Was für ein kolossaler Mumpitz. Nehmt Zerrrro und Säfte (ohne zugesetzten Zucker) aus, erweitert dir Zuckersteuer auf alle Lebensmittel. Das wäre deutlich sinnvoller.

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    [–] 7 points 1 month ago

    Hier noch eine Meldung vom BR zum Thema.

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  • [–] 7 points 1 month ago* (2 children)

    Wer hat sich denn so eine Regel ausgedacht, bei der schon von Anfang klar ist, dass sie auf die einfachst mögliche Weise zu umgehen ist?

    Ok, sehen wir halt demnächst "Cola Practically Zero" mit 5µg zugesetztem Zucker pro Liter, zusätzlich zu der selben Menge Süßstoffe wie vorher...

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    [–] 7 points 1 month ago (3 children)

    Achja. Wieder etwas was wir mit unserem kleinen Gehalt zahlen müssen. Diese Steuer wird mindestens (!) zu 100% auf den Preis der Ware drauf gerechnet. Wie immer Privatisierung von Gewinn, Verallgemeinerung von Verantwortung und Kosten

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    [–] 6 points 1 month ago

    Warum macht man eigentlich eine solche Bepreisung gestaffelt und nicht kontinuierlich?

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